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Über mich

Nachdem ich im Alter von 23 Jahren mein Mathematikstudium mit "Sehr gut" abgeschlossen hatte, begann ich im Telekommunikationsbereich von Bosch als Softwareentwickler zu arbeiten.

Nach nur 2 Jahren wurde ich im Rahmen eines Software-Großprojektes Leiter von 3 Teams mit insgesamt 15 Mitarbeitern. Diese Chance erhielt ich deshalb, weil ich in jenem anfänglichen Chaos eines Großprojekts ohne jede Struktur als einziger klare Vorgaben zum Vorgehen machen konnte. Außerdem neidete mir den Job aber auch niemand, weil das Projekt bei den meisten Mitarbeitern bezüglich Umfang und Zeitrahmen als vollkommen aussichtslos galt. Ich konnte es aber dennoch zu einem erfolgreichen Abschluss führen.

Anschließend wurde ich Leiter einer Software-Architektur Abteilung bei Alcatel SEL. Die Abteilung koordinierte mehrere Hundert Software- und Hardware-Entwickler weltweit. Ich war 29 Jahre alt.

Bereits in dieser Zeit begann ich mich für Themen der Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung zu interessieren. Ich las vor allem Erfolgs- und Motivationsbücher.

Einem dieser Bücher entnahm ich den Hinweis, Ideen und Eingebungen aufzuschreiben. Das war die vielleicht folgenreichste Entscheidung meines Lebens. Denn was vor mehr als 15 Jahren begann, mit einem der ersten digitalen Diktiergeräte, das gerade einmal 10 Nachrichten mit insgesamt maximal 90 Sekunden Länge aufzeichnen konnte, veränderte mein Leben total.

Durch die Entscheidung, meine Ideen aufzuschreiben, entwickelte und verstärkte sich der Strom von Ideen immer mehr und in ein Ausmaß, das ich mir niemals hätte träumen lassen. Mir kamen Ideen zu allen möglichen Fragen und Lebensbereichen. Zeitweise erlebte ich kreative Euphoriephasen, in denen ich von Ideen regelrecht überflutet wurde. Die Ideen kamen so schnell und zahlreich, dass ich sie weder mit einem Diktiergerät noch schriftlich festhalten konnte. Ich hatte inzwischen verschiedene Strategien entwickelt, meine Ideen irgendwie zu erfassen und zu organisieren: Neben mehreren selbstentwickelten Softwaresystemen arbeitete ich mit einem digitalen Diktiergerät, welches erlaubte, die Sprachdateien auf den Computer zu überspielen und sogar automatisch mit einem Spracherkennungssystem zu transkribieren.

Aber in kreativen Hochphasen nutzte ich vor allem mein Ordnersystem: Mehrere schmale DinA4 Ordner mit Registern für verschiedene Themenkategorien. Wenn die Ideenflut über mich hereinbrach, versuchte ich möglichst viele Ideen in die richtigen Kategorien einzutragen, was teilweise zu einem absoluten Chaos führte: Die Ordner flogen nicht nur auf dem Tisch herum, sondern oft auch auf den Boden.

Im Laufe der Jahre hat sich eine riesige strukturierte Bibliothek von Ideen zu allen möglichen Themen herausgebildet. Was anfänglich ein chaotischer Strom von Ideen war, formte sich zu stabilen in sich stimmigen Konzeptsystemen aus.

Nachdem ich am Anfang meiner Suche nach der Wahrheit vor allem Erfolgs- und Motivationsbücher gelesen hatte und meine Karriere steil nach oben ging, kam ich irgendwann zu dem Schluss:

"Ich bin zwar sehr erfolgreich, aber kein bisschen glücklich!"

In der Folge gab ich mein Angestelltendasein auf, um in der Selbständigkeit mehr Zeit und Freiräume für die Beschäftigung mit den Themen zu haben, die mich wirklich interessierten.

Meine Suche änderte sich von einer Suche nach Erfolg zunächst in eine Suche nach Glück und von da in eine Suche nach Erleuchtung, weil ich irgendwie erkannt zu haben glaubte, es gäbe nur ein wirkliches Glück, das eben in Erleuchtung besteht.

Ich suchte mir einen spirituellen Lehrer und geriet in eine starke innere Abhängigkeit von diesem Lehrer.

Während ich mich nach 3 Jahren schließlich aus der Abhängigkeit von diesem Lehrer befreite, erfuhr ich zum ersten Mal, welche gigantische, unvorstellbare Kraft der menschliche Geist entwickeln kann. In diesem Fall war der Auslöser höchste innere Bedrängnis. Da ich nicht so tat (und auch nicht konnte), wie der Lehrer wollte, behauptete er ganz einfach, Menschen wie ich könnten die Wahrheit niemals finden. In der daraus resultierenden geistigen Auseinandersetzung vor den anderen Mitgliedern dieser Gruppe befreite ich mich nicht nur aus meiner eigenen Abhängigkeit, sondern zerlegte die komplette Abhängigkeitsstruktur. Die suggestive Macht des Lehrers zerfiel - sein ganzes Gebäude fiel in sich zusammen.

Dies geschah zuletzt mit Hilfe einer außergewöhnlichen Frau, welche sich selbst eine Schamanin nennt und die eine Reihe erstaunlicher Fähigkeiten besitzt. Sie setzt Sprache intuitiv auf eine Weise ein, welche geistige Strukturen aufzubrechen imstande ist und lässt Menschen ihre eigentlichen Stärken und Fähigkeiten fühlen. In einem nur wenige Wochen andauernden Austausch lernte ich auf einen Schlag mehr als in all den Jahren zuvor.

Die Schamanin brachte mich in Kontakt mit einem erleuchteten Guru - ein Mann der deutlich spürbar in einem erweiterten Bewusstseinszustand lebte.

Durch diesen Kontakt geschah etwas absolut Erstaunliches: Meine eigene Suche nach Erleuchtung endete. Nicht etwa, weil ich nun auch erleuchtet gewesen wäre, sondern, weil ich erkannte, dass es nicht Erleuchtung war, was ich wollte. Es gab einen abrupten und tiefgreifenden Wandel in dem, was ich als Lebenssinn ansah. Erleuchtung ist sicher eine feine Sache, aber wenn man auf der Erde lebt, gibt es etwas noch viel Interessanteres: Die konkreten Aufgaben des eigenen Lebens wirklich lösen.

Davon allerdings war ich nicht nur meilenweit sondern noch unendlich viel weiter entfernt. Ich war nicht nur nicht erleuchtet, sondern auch mein Leben war in allen Bereichen ein totales Chaos ungelöster Aufgaben. Meine Suche nach Erleuchtung war auch eigentlich keine Suche gewesen, sondern eher eine Flucht - eine Flucht vor der materiellen Misere meines Lebens.

Aber ich war glücklich mit dieser Wendung, denn ich hatte einen Lebenssinn gefunden:

Ich wollte verstehen, wie dieses physische Erdendasein wirklich funktioniert: Wie erzielt man auf dieser Ebene Wirkungen? Was sind die tatsächlichen Zusammenhänge?

Durch die Schamanin stieß ich auch auf die Seth-Bücher von Jane Roberts und insbesondere "Die Natur der persönlichen Realität". Ich spürte sofort, dass ich am Ziel meiner Büchersuche angekommen war. Die Seth-Bücher waren haargenau, was ich jetzt brauchte.

Ich beschloss ab sofort meine ganze Energie dafür einzusetzen, das Seth-Wissen praktisch umzusetzen. Das war Anfang 2003. Seitdem habe ich nur noch ein einziges anderes Buch gelesen, das ich hier allerdings nicht erwähne, da sein Inhalt sehr irreführend ist.

Das Seth-Buch habe ich seitdem viele Male komplett durchgelesen und sämtliche Hinweise und Übungen wieder und wieder angewandt und durchgeführt. Denn das ist sicher eine meiner herausragenden Stärken: die tatsächliche praktische Umsetzung von Vorhaben.

Ich tat das mehr als 4 Jahre lang.

Aber es funktionierte nicht. Ich erzielte auch mit dem Seth-Wissen keine wirklichen Resultate - schon gar nicht in den Bereichen, die mir wirklich wichtig waren.

Ich halte die Seth-Bücher nach wie vor für eine sehr viel bessere Wissensquelle, als alles andere, das ich gelesen habe - insbesondere durch die beiden wesentlichen Informationen
  1. "Du erschaffst deine Realität selbst."
  2. "Es verwirklicht sich das, woran man glaubt."

Wie man aber in der materiellen Ebene tatsächlich Änderungen erzielt, das habe ich bei Seth nicht gefunden. Seine praktischen Methoden beinhalten die gleichen Irrtümer wie alle anderen Methoden dieser Art auch.

Bereits seit meiner Zeit mit dem spirituellen Lehrer hatte ich eine Depression mit mir herumgeschleppt. Diese verstärkte sich durch das Ausbleiben von brauchbaren Resultaten in ein absolutes Extrem.

Es kam soweit, dass ich Wochen und Monate lang nur noch im Bett lag und überhaupt gar nichts mehr tat - außer essen, einkaufen und schlafen. Es ist übrigens nicht das, was ich heute anderen Menschen raten würde, um eine Depression zu überwinden. Es war aber zu diesem Zeitpunkt das Einzige, was mir noch zu tun übrig blieb. Ich hatte wirklich alles andere ausprobiert.

Nachdem ich auf diese Weise mehrere Monate im Bett liegend ohne jegliche Aktivität verbracht hatte, begann es mir langsam zu dämmern. Ich erkannte einen ersten Zusammenhang von weitreichend praktischer Bedeutung. Es war noch nicht das ganze Ideen-Gebäude, aber es war ein Ansatzpunkt, um praktisch weiterzugehen: Ich entdeckte das Handeln der dritten Art.

Seitdem habe ich mich nicht nur aus mehreren Depressionen herausgearbeitet (Depressionen beziehen sich immer auf bestimmte Lebensbereiche, weshalb man durchaus mehrere haben kann), sondern auch unzählige Ängste überwunden (unter anderem meine Angst vor unheilbaren Krankheiten) und ich bin vollkommen Sucht-frei. Das bedeutet nicht nur frei von allen Erscheinungen, die man klassischerweise als Sucht bezeichnen würde, sondern auch frei von zahlreichen gesellschaftlich anerkannten Angewohnheiten, die zwar nicht unbedingt als Sucht bezeichnet werden, es ihrem Wesen nach aber dennoch sind.

Neben meiner Selbständigkeit als Softwareentwickler und der Arbeit an meinen Ideen mache ich Musik (Schlagzeug, Gitarre, Gesang), tanze (Gesellschaftstanz, Boogie, HipHop) und treibe sehr viel Sport (schwimmen und laufen). Ich brachte es bei allen diesen Betätigungen auf ein Niveau, von dem ich früher nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Ich fand Formen des Lernens, die um ein Vielfaches effizienter und wirksamer sind als die gegenwärtig hauptsächlich verbreiteten Vorgehensweisen. Und ich fand heraus, wie man mit Hilfe von Tanz, Musik, Sport oder Malerei in geistige Zustände gelangen kann, die für die menschliche Psyche zutiefst beglückend und heilsam sind - Erfahrungen großer psychischer Einheit. (Das wird auch Thema zukünftiger Bücher sein).

Im Laufe der Jahre meiner Suche haben sich eine Reihe erstaunlicher Fähigkeiten herausgebildet. Erwähnenswert ist vor allem die Fähigkeit, bei allem womit ich mich befasse ganz unmittelbar die Ideen dahinter zu sehen. Wenn ich beispielsweise im Kino einen Film sehe (im Kino deshalb, weil ich in meinem ganzen Leben noch nie einen Fernseher besessen habe), dann nehme ich an diesem Film nicht in erster Linie die Handlung wahr, sondern eben die Ideen dahinter. Genauer gesagt fühle ich diese Ideen und kann sie dann rationalisieren, d.h. ausformulieren. Diese Ideen wirken auch auf andere Menschen, aber sie wirken sich bei den meisten Menschen eher unbewusst aus und können deshalb nicht sauber entsorgt werden, wenn sie der Psyche nicht förderlich sind. "Titanic" zum Beispiel, einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, den mehr Menschen gesehen haben, als nahezu jeden anderen Film - "Titanic" transportiert vor allem die Idee "Das wirklich ganz große Glück ist im Irdischen nicht erreichbar." Das ist keine sehr schöne Idee und vor allem stimmt sie auch nicht! Allerdings ist sie sehr weit verbreitet.

Indem ich diese Ideen dahinter also sehr unmittelbar und direkt wahrnehme - und nicht nur einzeln sondern auch als ganze Ideensysteme - kann ich sie auch ändern und umgestalten. Und das ist genau das, was ich hauptsächlich tue: Ich sehe mir die Ideensysteme verschiedener Lebensbereiche an und ändere sie dann so, dass sie besser funktionieren. Denn diese Ideen dahinter sind letztlich das, was diese Welt tatsächlich formt.

Dabei befasse ich mich neben den Themen dieses Buches "Inneres Wissen" noch mit folgenden weiteren Themenbereichen:
  • Kreativität
  • schöpferische Prozesse (irgendein schöpferisches Resultat hervorbringen)
  • Lernen
  • Kunst und Kunstbegriff
  • Entwicklung bzw. Erziehung von Kindern
  • Wirtschaft, Management / Führung
  • Visionen / Visionsfindung
  • Metaideen (Das sind Ideen über Ideen)

Das vorliegende Buch "Inneres Wissen" stellt das Fundament meiner Ideen dar. Es sind die ganz zentralen Ideen, auf denen alles andere aufbaut. Es sind Ideen, die sich durch alle Phasen menschlicher Entwicklung ziehen und die durch alle Schichten der Persönlichkeitsentwicklung hindurch immer wieder aufs Neue umgesetzt werden wollen.
 





 
 
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