Entwicklung

Als „Entwicklung“ bezeichne ich aufeinander aufbauende Schritte der Entstehung von Funktionen. Hoch-funktionale Systeme wie der menschliche Körper haben sich über eine nahezu unvorstellbar große Anzahl von Entwicklungsschritten hinweg entwickelt.

Eine der interessantesten Fragen der menschlichen Existenz ist die, wie Entwicklung entsteht. Da der Mensch selbst zahlreiche Entwicklungen selbst vorantreibt, ist die Frage für menschlich getriebene Entwicklungen leicht zu beantworten:

Der Mensch hat als Element des Universums ein „selbst getriebenes Verhalten“. Er kann zum Beispiel seinen Körper aus eigener Kraft – sozusagen „aus sich selbst heraus – in Bewegung setzen. Diese Eigenschaft unterscheidet ihn - wie auch alle anderen Lebewesen - von den „nicht lebendigen Materieformen“, deren Verhalten ausschließlich durch äußerlich auf sie einwirkende Kräfte bestimmt wird, die wiederum aus der Wechselwirkung mit anderen Elemente entstehen.

Dieses selbst getriebene und damit variable Verhalten setzt der Mensch ein,

Wir erinnern uns: „Funktionen“ sind spezifische, aus der Gesamtmenge aller Energietransformationen herausragende Energietransformationen mit einem besonderen Nutzen für den Menschen.

Der Schlüssel zu menschlich getriebener Entwicklung ist also sein variables Verhalten, welches der Mensch gezielt so einsetzt, dass Funktion entsteht.

Aber wie ist das bei nicht menschlich getriebener Entwicklung? Der Mensch findet in seiner Umgebung zahlreiche funktionale Systeme wie seinen Körper und unser Planetensystem vor. Auch diese Systeme entspringen offensichtlich einer Entwicklung, die aber nicht vom Menschen vorangetrieben wurde.

Die Wissenschaft erklärt „den Zufall“ zur Triebfeder aller nicht menschlich getriebenen Entwicklungen:
1. Der Zufall bringt funktionale Energietransformationen hervor
2. und diese bilden stabile andauernde Zustände

Das wäre sicher eine einfache Erklärung, aber ich hatte bereits dargelegt, dass „der Zufall“ für den Menschen vom Unwissen über existierende Gesetzmäßigkeiten nicht unterscheidbar ist. Der viel wichtigere Punkt ist allerdings:

Die Wahrscheinlichkeitsverhältnisse stimmen für eine solche Erklärung nicht.

Würden funktionale Energietransformationen tatsächlich zufällig entstehen, dann entspräche die Wahrscheinlichkeit für ihr Auftreten dem Verhältnis der Anzahl funktionaler Energietransformationen zur Anzahl aller möglichen Energietransformationen. Aber ganz egal, welches Beispiel einer positiven Entwicklung man sich auch vornimmt, immer ist diese Wahrscheinlichkeit absolut verschwindend winzig klein. Und das gilt schon für nur einen einzigen Entwicklungsschritt.

Wenn man sich nun weiterhin vor Augen führt, dass Entwicklung in der Regel aus vielen aufeinanderfolgenden Entwicklungsschritten besteht, dann multiplizieren sich für jeden weiteren Entwicklungsschritt die Wahrscheinlichkeiten. Würde man zum Beispiel annehmen, dass das Verhältnis von funktionalen Energietransformationen zu allen möglichen Energietransformationen 1:10 ist,

Ein solches Ereignis ist nicht sehr wahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit für einen Lottogewinn – und zwar das volle Paket mimt 6 Richtigen und Superzahl – ist ungefähr 70 Mal größer.

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