Gesetze

Wenn aus einem Zustand 1 ein Zustand 2 abgeleitet werden kann (bestimmtes Verhalten), dann handelt es sich um eine Gesetzmäßigkeit bzw. „das Verhalten folgt einer Gesetzmäßigkeit“. Das Verhalten ist also genau dann bestimmt, wenn es sich mit einer Gesetzmäßigkeit beschreiben lässt. Wenn es sich nicht mit einer Gesetzmäßigkeit beschreiben lässt, dann ist es entweder unbestimmt oder die Gesetzmäßigkeit ist unbekannt. Welches von beidem aber tatsächlich der Fall ist, kann der Mensch nicht unterscheiden.

Unbestimmtes Verhalten wird in der Wissenschaft an vielen Stellen auf „den Zufall“ als Tatsache zurückgeführt. Ich hatte aber bereits zuvor dargelegt, dass „ der Zufall“ nicht als Tatsache angesehen werden kann, da die Wahrnehmung des Menschen begrenzt ist. Es könnte deshalb immer sein, dass ein Verhalten lediglich unbestimmt erscheint, weil die Wahrnehmung entweder nicht alle Ausgangselemente der Energietransformation erfasst oder nicht alle für die Energietransformation relevanten Eigenschaften der Ausgangselemente. Wenn man sich die Entwicklung der Menschheit ansieht, dann erkennt man, wie sich die Wahrnehmung – zum Beispiel durch die Erfindung von Messgeräten – immer weiter entwickelt hat. In diesem Text geht es ebenfalls um eine Weiterentwicklung der Wahrnehmung – genauer gesagt um die Nutzung der „inneren Wahrnehmung“. Über die innere Wahrnehmung erlangt der Mensch Zugang zu Gesetzmäßigkeiten, mit deren Hilfe zahlreiche Probleme gelöst werden können, die gegenwärtig unlösbar erscheinen.

Die soeben eingeführten Gesetzmäßigkeiten beschreiben festgelegte Verhaltensanteile: „Wenn Zustand 1 eintritt, dann folgt daraus zwingend Zustand 2“. Ich möchte sie deshalb als „verhaltens-bestimmende Gesetzmäßigkeiten“ oder auch kurz „Verhaltensgesetze“ bezeichnen, um sie von einer anderen Art von Gesetzmäßigkeiten abzugrenzen: den „funktionalen Gesetzen“:

nächstes Kapitel: Funktion