Individueller Aktivitätsdrang

Der individuelle Aktivitätsdrang (oder auch Aktivitätsantrieb) ist das, was die Lebewesen von der übrigen Materie unterscheidet: Im Unterschied zur übrigen Materie haben Lebewesen ein selbst-getriebenes Verhalten. Während das Verhalten der "toten Materie" ausschließlich von äußerlich einwirkenden Kräften bestimmt wird, entwickeln Lebewesen ein Verhalten "aus sich selbst heraus". Diesen Antrieb bezeichne ich als "individuellen Aktivitätsdrang" oder auch "inneren Aktivitätsantrieb". Er spielt für die Aufrechterhaltung eines gesunden Gleichgewichts des "Systems Mensch" eine ganz zentrale und entscheidende Rolle. Das hält die Wissenschaft aber nicht davon ab, diesen wichtigen Aspekt der Realität komplett zu ignorieren, weil er in ihrem reduzierten Weltbild keinen Platz hat.

Der individuelle Aktivitätsdrang hat zwei Aspekte:

  1. den langfristigen Aspekt: was man mit seinem Leben grundsätzlich anfangen möchte
  2. und den Jetzt-Aspekt: die konkreten Aktivitätsimpulse im gegenwärtigen Moment

Im Zustand der rationalen Isolation wird der langfristige Aspekt des individuellen Aktivitätsantriebs von scheinbaren Zwängen wie "Geld verdienen müssen" verdrängt und der Jetzt-Aspekt wird von rational errechneter Planung überlagert und ausgehebelt. Natürlich wäre aber in beiden Aspekten eine Balance zwischen rationalen Verhaltensentscheidungen und individuellem Aktivitätsdrang.

Der individuelle Aktivitätsantrieb ist ein Aspekt des "Bewusstseins".

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