Psyche

Die Psyche steuert das Verhalten von Lebewesen auf der Grundlage ihrer Wahrnehmung. Dabei setzt sie zum Treffen von Verhaltensentscheidungen ihre Bezugssysteme ein.

Wahrnehmung

Die Wahrnehmung ermöglicht einem Lebewesen, sein Verhalten in Abhängigkeit vom Zustand seiner Umgebung zu differenzieren. (Auch ein Roboter kann eine Wahrnehmung mit dieser Funktion haben.)

Aufmerksamkeit

Die Aufmerksamkeit lenkt die Wahrnehmung auf Wahrnehmungskanäle (die äußere Wahrnehmung mit ihren 5 Sinnen und die innere Wahrnehmung mit ihren Aspekten) und innerhalb der Kanäle auf Elemente.... Aufmerksamkeit

Ich-Welt-Modell

Das "Ich" ist die wahrnehmende Instanz innerhalb der Psyche und die "Welt" ist das, was wahrgenommen wird.

Weltsicht

Die Weltsicht ist die Gesamtheit von Ideen des Ich über die Welt. Die Weltsicht ist, was das Ich glaubt, wie die Welt ist.

Realität

Die Realität ist, wie die Welt unabhängig von der Weltsicht des Ich tatsächlich ist.

Abweichungen der Weltsicht von der Realität

Die Abweichungen der Weltsicht von der Realität aktivieren das Evolutionsprinzip:

Das Verhalten der Welt (Realität) verändert sich in kleinen kaum wahrnehmbaren Schritten in Richtung Weltsicht.... Abweichungen der Weltsicht von der Realität

Verstand

Der rationale Verstand ist eine rein Informations-verarbeitende Instanz auf der Grundlage eines Regelsystems - der Weltsicht. Die Funktion des rationalen Verstandes ist einem Computer sehr ähnlich. Dabei ist der Verstand die Hardware und die Weltsicht die Software. Im Verbund mit einer Weltsicht bildet der Verstand das rationale Bezugssystem der Psyche. Theoretisch ist es möglich, dass der Verstand mehrere Weltsichten alternativ und simultan benutzt in Abhängigkeit von dem Teil der Realität, auf den er sich bezieht. Auf dem gegenwärtigen Stand der menschlichen Entwicklung bildet das aber eher die Ausnahme. Ein Beispiel wäre ein Wissenschaftler, der an Gott glaubt.... Verstand

Bezugssysteme

Die Bezugssysteme stellen Entscheidungshilfen für die Psyche bei der Wahl des richtigen Verhaltens dar. Das heißt, die Psyche "bezieht" sich bei ihren Verhaltens-Entscheidungen auf die Bezugssysteme. Häufig aber nicht immer werden beim Treffen einer Verhaltens-Entscheidung mehrere Bezugssysteme gegeneinander abgewogen.... Bezugssysteme

Individueller Aktivitätsdrang

Der individuelle Aktivitätsdrang ist das, was die Lebewesen von der übrigen Materie unterscheidet: Im Unterschied zur übrigen Materie haben Lebewesen ein selbst-getriebenes Verhalten. Während das Verhalten der "toten Materie" ausschließlich von äußerlich einwirkenden Kräften bestimmt wird, entwickeln Lebewesen ein Verhalten "aus sich selbst heraus". Diesen Antrieb bezeichne ich als "individuellen Aktivitätsdrang" oder auch "inneren Aktivitätsantrieb". Er spielt für die Aufrechterhaltung eines gesunden Gleichgewichts des "Systems Mensch" eine ganz zentrale und entscheidende Rolle. Das hält die Wissenschaft aber nicht davon ab, diesen wichtigen Aspekt der Realität komplett zu ignorieren, weil er in ihrem reduzierten Weltbild keinen Platz hat.... Individueller Aktivitätsdrang

Gefühle

Gefühle bilden die grundlegende Ausdrucksform der nicht-rationalen Teile der Psyche. Sie transportieren nicht-rationale Informationen. Oberflächlich betrachtet handelt es sich um eine Ja-oder-Nein-Information: Positive Gefühle stellen eine Bejahung dar und negative Gefühle eine Verneinung. Darüber hinaus beinhalten Gefühle aber noch sehr viel mehr Information, die allerdings nur unzureichend rationalisierbar ist (in Worte gefasst werden kann).... Gefühle

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