Die wichtigen Fragen der menschlichen Existenz

Schon mein ganzes Leben lang bin ich auf der Suche nach Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens. Besonders zwei Fragen kristallisierten sich im Laufe meiner Suche als ganz zentral und wichtig heraus:

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Vorgängen in meinem Kopf und dem, was mir scheinbar zufällig im Leben geschieht?

Wie erreiche ich das auch tatsächlich, was ich eigentlich erreichen will?

Darauf habe ich nach Jahrzehnten der Suche Antworten gefunden, die alles in den Schatten stellen, was ich mir je an Antworten erhofft hatte. Es gab dabei nur ein Problem: Nach allem, was ich bis dahin über die Welt zu wissen glaubte, dürfte es das, was ich entdeckt hatte, eigentlich gar nicht geben. Die Antworten, die ich erhielt, sprengten die Grenzen meiner Weltsicht bei weitem. Es brauchte Jahre, bis ich meine Entdeckungen halbwegs verständlich in Worte fassen konnte.

Es handelt sich um zwei Gesetzmäßigkeiten die menschliche Psyche und ihre Beziehung zu ihrer Umwelt betreffend, die eng miteinander in Beziehung stehen:

  1. Der "Erkenntnisprozess" ist eine Form von Erkenntnis, die weit über die Möglichkeiten der Wissenschaft hinausgeht. Durch einen bestimmten Gebrauch der menschlichen Psyche wird eine Informationsquelle angezapft, welche die Religion als "Gott" und die Mythologie als "Stein der Weisen" und "Heiliger Gral" kennt. Ich nenne es einfach den "Erkenntnisprozess". Wenn man den Erkenntnisprozess anwendet, hat man das Gefühl, an eine Bibliothek angeschlossen zu werden, deren Informationsschatz unermesslich weit über das Wissen der Menschheit hinausgeht. Wenn man den Erkenntnisprozess wiederholt und fortgesetzt anwendet, dann verändert sich die Funktion der Psyche: Die Psyche überwindet ihre gegenwärtige Begrenzung, welche ich als "rationale Isolation" bezeichne und wird zu einer Art ganzheiltlichem, erweitertem Geist. Das Denken, die Wahrnehmung und die Sicht auf die Welt erfahren dabei einen tiefgreifenden Wandel.
  2. Das "Evolutionsprinzip" ist ein Zusammenhang zwischen menschlichem Verhalten und dem Verhalten der den Menschen umgebenden Welt, welcher der Wissenschaft entgeht, weil Wissenschaft auf einer unsinnigen Einschränkung der Wahrnehmung besteht. Dabei handelt es sich um die wichtigste Gesetzmäßigkeit für den Menschen überhaupt, denn auf dieser Gesetzmäßigkeit beruht nicht nur die Evolution (welche die Wissenschaft irrtümlicherweise als Zufallsprodukt ansieht), sondern jegliche Form von Entwicklung. Deshalb nenne ich es "Evolutionsprinzip".

Aus der jahrelangen fortgesetzten Anwendung dieser beiden Gesetzmäßigkeiten ist im Laufe der Jahre ein umfangreiches System von Ideen zu nahezu allen Themen des menschlichen Lebens entstanden. Und inzwischen gelingt es mir auch ganz gut, denke ich, die Zusammenhänge so darzustellen, dass ein Leser sie verstehen und selbst anwenden kann. Allerdings habe ich das Gefühl, dass je mehr ich mich um gute Erklärungen und einen nahtlosen didaktischen Aufbau bemühe, die einzelnen Ideen als solches und ihre Struktur untereinander in der Textmenge untergehen. Es ist ein bisschen so wie mit der heisenbergschen Unschärferelation:

Deshalb habe ich mich entschlossen, einfach beides zu tun. Dieses Buch enthält im Gegensatz zu den meisten meiner anderen Bücher eine möglichst kurze kompakte und dafür aber klare Darstellung der zentralen Ideen meines "geistigen Systems", ohne sich in zu langen Erklärungen zu verlieren. Es soll dazu dienen, das große Ganze zu sehen. Während ich in anderen Büchern viel Text darauf verwendet habe, einen "roten Faden" aufrechtzuerhalten, steht hier jedes Kapitel und jeder Begriff für sich. Das erlaubt eine viel größere Klarheit beim Formulieren. Das Problem mit "roten Fäden" ist auch, dass es meistens schwierig ist, wirklich alle Ideen draufgefädelt zu bekommen, die man gern darauf hätte. Dieses Problem existiert in diesem Buch nicht. Hier kann ich wirklich alles reinpacken, ohne auf rote Fäden Rücksicht zu nehmen. Was ich gerade als "geistiges System" bezeichnet habe, stellt genaugenommen eine alternative Weltsicht dar, mit der sich Dinge erreichen lassen, die weder im Rahmen der wissenschaftlichen, noch im Rahmen einer religiösen Weltsicht erreichbar sind. Und eine Weltsicht ist eben ein bisschen mehr als eine Geschichte oder ein Thema. Sie passt nicht auf einen einzigen roten Faden.

Um die Darstellung der Ideen kompakt zu halten, arbeite ich konsequent mit den Begriffen der beinhalteten Elemente, ohne diese wiederholt zu erklären. Jedem Begriff und jedem Element ist ein eigener Absatz gewidmet und der Leser kann sich die Erklärungen durch Nachlesen des entsprechenden Absatzes oder Kapitels beschaffen, falls er sie braucht.

nächstes Kapitel: Worum es geht